Raumakustik in Kirchen und anderen religiösen Stätten

 

 

Die Möglichkeiten musikalischer Aufführungen sind eng mit der Raumakustik in den Aufführungsräumen verknüpft. Insbesondere in Kirchen oder vergleichbaren religiösen Räumen trifft man häufig auf eine sehr große Halligkeit, die Nachhallzeiten sind sehr lang. Dies erschwert zum einen die Sprachverständlichkeit und die Aufführungen modernerer Musik. Hierbei muss moderne Musik noch nicht einmal Gospel oder Popmusik bedeuten, auch für Bach'sche Musik oder vergleichbare Stücke sind die Aufführungsräume oftmals zu hallig.

 

Mit Hilfe moderner Beschallungsanlagen, die richtig dimensioniert und eingemessen sind, lässt sich heute auch in halligen Umgebungen eine gute Sprachverständlichkeit erreichen. Bei der Musik ist dies häufig deutlich schwerer. Die Raumakustik in Kirchen weist sehr große Unterschiede auf, so sind beispielsweise evangelische Kirchen tendenziell weniger hallig als katholische Kirchen, noch geringere Nachhallzeiten weisen manche freikirchlichen Gotteshäuser auf.

Zu diesem Thema lief ein interessanter Beitrag im "Notizbuch" im Hörfunk in Bayern 2: Beitrag anhören

 

 

 

LKW-Stellplätze in Wohngebieten

 

 

In Zeiten knapper Arbeitsplätze und großer Sparzwänge hat sich ein Mittel zur Personalkosteneinsparung breit gemacht - die Überführung von Angestellten in die (Schein)-selbständigkeit. Besonders auffällig ist dieser Trend im Bereich der Logistikunternehmen. Wo früher ein Kraftfahrer bei einem Unternehmen angestellt war, ist er heute oft mit selbst angemieteten Lkw sein eigener Unternehmer - und fährt häufig die gleichen Routen im Unterauftrag für seinen ehemaligen Chef.
Bisher von gesetzgeberischer Seite wenig beachtet sind die Auswirkungen auf den Immissionsschutz. Hatte der betreffende Lkw früher seinen Standplatz im Lkw-Hof des Logistik-Unternehmens, steht er heute, wenn er nicht unterwegs ist, meist geparkt auf öffentlichen Verkehrswegen. Besonders an Sonn- und Feiertagen trifft man in Dörfern und Wohngebieten oft in unmittelbarer Nähe von Wohnungen geparkte 40-Tonner an. Aus schallschutztechnischer Sicht ist es hierbei problematisch, dass diese Fahrzeuge zumeist irgendwann in der Nachtzeit, also nach 22.00 Uhr, nach Ende des sonntäglichen Fahrverbotes auf die Strecke gehen - für die Anwohner eine erhebliche Störung der Nachtruhe.
Eigentlich müsste der regelmäßige Wochenend-Parkplatz eines Lkw analog zu einem Betriebsgrundstück beurteilt werden, d.h. alle Fahr-, Park- und Ladevorgänge wären als Gewerbelärm gemäß TA Lärm (Sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz) an Hand der dort vorgegebenen Immissionsrichtwerte und zulässigen Maximalpegel tags und nachts zu beurteilen. Andererseits kann normales Parken eines Lkw im öffentlichen Verkehrsraum nicht generell verboten werden. Es kommt also auf die Beurteilung des Einzelfalles an.
Als Kriterium, dass die Zulässigkeit der Nutzung des öffentlichen Verkehrsraumes zum Parken überschritten wird, gilt derzeit beispielsweise die Ausführung von größeren Reparaturarbeiten, Durchführung von Ladetätigkeiten und das Laufenlassen geräuschintensiver Standheizungen oder Kühlaggregate.

 

Schallschutz von Wärmedämm-Verbundsystemen
 

Um die immer strengeren energetischen Anforderungen an Gebäude zu erfüllen, sind hoch effiziente wärmedämmende Gebäudehüllen erforderlich. Eine weit verbreitete Bauweise stellen dabei Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) dar. Dabei werden Dämmstoffe an der Außenwand befestigt und mit einer Putzschicht versehen. Aus schalltechnischer Sicht verhalten sich derartige Wandaufbauten wie ein Masse-Feder-System. Wärmedämm-Verbundsysteme beeinflussen daher die akustischen Eigenschaften der Grundwand.
 
Je nach Wandaufbau, Dämmstoff und Putzmaterial lässt sich häufig eine Verbesserung der Schalldämmung erzielen. Durch ungünstige Randbedingungen bzw. Materialkombinationen ist jedoch auch eine deutliche Verschlechterung der Schalldämmung möglich. In dem Forschungsbericht IBP-Bericht B-BA 1/2014 „Schallschutz bei Wärmedämm-Verbundsystemen“ aus dem Jahr 2015 wird für übliche Systeme bezogen auf das bewertete Schalldämm-Maß eine Streubreite von etwa -10 dB ≤ ΔRw ≤ +20 dB angegeben. Es ist daher ratsam die schalltechnischen Auswirkungen von Wärmedämm-Verbundsystemen generell zu überprüfen und bei der Planung entsprechend zu berücksichtigen.

 

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